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Sächsische Landwirtschaft nicht aus grüner Ideologie in den Ruin treiben!
(14.10.2011)

In der Debatte des Landtags zur Tierhaltung in der sächsischen Landwirtschaft erklärt Tino Günther, stellvertretender Vorsitzender und landwirtschaftspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag:
"Würden wir den Vorstellungen der Grünen folgen, hieße das, der sächsischen Agrarwirtschaft vorzuschreiben, mit ihren Produktionsmethoden in die Zeit des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurückzufallen. Die Verbraucher müssten sächsische Qualitätsprodukte im Einzelhandel mit der Lupe suchen; die Mehrzahl der Sachsen könnte sich sächsische Agrarprodukte finanziell gar nicht mehr leisten. Auch die Folge für die Arbeitsplätze in der sächsischen Agrarwirtschaft liegt somit auf der Hand. Ein ländlicher Raum ohne Landwirtschaft, ohne die daraus resultierenden Arbeitsplätze? Dieses Szenario werden wir nicht zulassen. Wir werden nicht zulassen, dass die Grünen unsere sächsische Landwirtschaft aus ideologischen Gründen in den Ruin treibt.
Landwirtschaft ist und bleibt Wirtschaft! Alles andere ist Augenwischerei und eine Verklärungspolitik, die mit der objektiven Realität nichts zu tun hat. Unternehmerische Entscheidungen unter Einhaltung der bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen sind gesellschaftlich zu respektieren. Im Zuge von strategischen Produktions- und Investitionsplanungen verlassen sich die Unternehmen unter anderem auch auf eine sichere Rechtslage. Dieser Standortvorteil muss als wichtiger Wettbewerbsvorteil erhalten bleiben!
In ganz Deutschland, somit auch in Sachsen, gelten bereits sehr strenge gesetzliche Vorgaben für die Agrarwirtschaft. Oberstes Ziel ist dabei der Verbraucherschutz. Und diese Einschränkung des freien unternehmerischen Handelns ist im Sinne der Konsumenten richtig und notwendig. Eine gesetzliche Gängelung unserer Bauern, weil die Grünen meinen, idyllische Bauernhöfe von vor 100 Jahren seien doch irgendwie viel schöner, wird es aber mit uns nicht geben!"