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Aktuelle Meldung

Mit den Pirnaer Kindertagesstätten im Gespräch

(18.11.2011)

Seit 2009 regiert in Sachsen die CDU mit der FDP. Grundlage dieser Zusammenarbeit ist ein Koalitionsvertrag, in dem die Bildung hohe Priorität genießt. Nachdem wir im März diesen Jahres mit den Mittelschulen ins Gespräch kamen, führten wir nun diesen Dialog mit einigen Kindertagesstätten aus unserer Umgebung fort. Wir wollten erfahren, welche Bedingungen Kitas haben, um ihre Aufgaben bei der frühkindlichen individuellen Bildung und Erziehung zu erfüllen.

An unserer Gesprächsrunde am 01.11.2011 nahmen außer den Mitgliedern des Ortsverbandes mit unserer Stadträtin Frau Hütter auch die CDU-Stadträte Frau Görke und Herr Ludwig sowie Herr Bläsner, MdL und bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, teil. Unserer Einladung folgten die Leiterin der Kita „Knirpsenland“ der AWO auf dem Sonnenstein, der Leiter des Evangelischen Kinderhauses Pirna, Erzieherinnen des Naturkindergartens „Käpt`n Browser“ in Cotta sowie Herr Köhler als Vertreter der Stadtverwaltung Pirna. Als Gast konnten wir Frau Kristin Schütz, MdL und sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, begrüßen.

In ihrer Einführung lobte Frau Schütz die gut ausgebildeten Fachkräfte in den Kitas, die mit viel Engagement den gesamten Arbeitsumfang bewältigen. Die bisherigen 1-Euro-Jobber gibt es nicht mehr. Außerdem findet sie es gut, dass die Kindertagesstätten nun dem Kultusministerium unterstellt sind.

Die Vertreter der Kitas hoffen sehr, dass sich in Bezug auf den Personalschlüssel im Land Sachsen bald etwas verändert. Dieser gibt an, mit wie vielen Kindern eine Erzieherin arbeiten muss. Von Seiten des Landes ist ein besserer Personalschlüssel angestrebt, der aber trotzdem noch weit von den Zahlen wissenschaftlicher Veröffentlichungen entfernt ist. Gute Bildung und Erziehung sind eine gesamt-gesellschaftliche Aufgabe, die nur gemeinsam vom Land, der Gemeinde und den Eltern erfolgreich bewältigt werden kann.

Dazu gehört ebenso ausreichend Zeit für die Vor- und Nachbereitung wie für individuelle Gespräche mit den Eltern.
Integration der Kinder ist oft nur mit vielen Widersprüchen von Seiten der Eltern möglich. Hierbei müsste der Landkreis die Kitas noch besser unterstützen, ganz nach dem Motto: Integration statt Separation!

Der Bedarf an flexiblen Öffnungszeiten ist zwar groß, doch eigentlich sollten den Müttern lieber mehr Möglichkeiten für verkürzte Arbeitszeiten von Seiten der Betriebe angeboten werden. Vielleicht könnten die Landtagsabgeordneten stärker dafür eintreten, so der Wunsch eines Fachmannes.

Ganz wichtig ist eine gute Ausbildung junger Erzieherinnen und Erzieher. Hierbei gibt es große Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Bildungsträgern. Hinzu kommt, dass die Ausbildungszeit mit 6 Jahren viel zu lang ist. Junge Ausgebildete suchen anschliessend oft in Dresden eine Arbeitsstelle, da hier die Bezahlung besser ist. Diesem Trend wollen die Einrichtungen mit guten Arbeitsbedingungen entgegen wirken.

Die Kitas im Raum Pirna sind zu 100% ausgelastet. Mit Hilfe der „Kidscard“ sprechen die Eltern 3-4 Monate eher in den Einrichtungen vor. Ca. 85 % der Probleme mit der Anmeldung lösen die Kitas selbst und 15% werden als Einzelfallprüfung von der Stadtverwaltung geklärt. Lobend wurde gesagt, dass die Stadt Pirna den Kitas, die sich alle in freier Trägerschaft befinden, eine gute Arbeitsgrundlage bietet.

In den letzten Jahren wurde viel Geld in Schulen investiert. Nun hoffen die Kitas, dass sie an der Reihe sind.

Wir danken allen Teilnehmern für ihre offene, engagierte und zukunftweisende Diskussion und wünschen uns, dass einige Erwartungen schon bald in Erfüllung gehen.

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